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blu März 2017

REISE SCHWEIZ DIE PÄSSE

REISE SCHWEIZ DIE PÄSSE BITTE FOTO: ANDREAS MÜLLER Die Motorradkombi am Körper, jede Menge PS zwischen den Beinen und ganz viel frische Luft. Kraftradfans wissen, wie sich das anfühlt und wie süchtig das Gefühl machen kann. Und wenn dann noch die Strecke stimmt, ist man dem Himmel ganz nah. Oft sogar durchaus wörtlich, denn bei dieser Neun-Pässe-Tour durch die Schweiz geht es wirklich hoch hinaus. Ob mit der eigenen Maschine oder einem gemieteten Krad geht es ab Zürich über Chur ins verschlafene Bergdorf Bergün in Graubünden. Ein idealer Ort, um für die kommende Tour Kräfte zu sammeln. Diese beginnt dann auch direkt mit einem Highlight, dem Albulapass (2.315 Meter ü. M.), bei dessen Überquerung man auch im Hochsommer oft auf Schnee trifft. Über die ersten Serpentinen fährt man über La Punt-Chamues-ch und Zernez bergab, bevor es dann entlang dem Schweizerischen Nationalpark wieder steil und kurvig zum Ofenpass (2.149 Meter ü. M.) hinaufgeht. In Müstair mit seinem aus dem 8. Jahrhundert stammenden Benediktinerinnenkloster lädt das Hotel Liun (= Löwe) samt Pool und Sauna zum Entspannen ein. KURVENDISKUSSION AUF 2.700 METERN HÖHE Der nächste Tag hat es dann richtig in sich. Der auf 2.503 Metern gelegene Umbrailpass ist dabei erst der Anfang. Es folgt ein Abstecher nach Italien aufs berühmt-berüchtigte Stilfserjoch. Mit seinen 2.757 Höhenmetern ist der Passo dello Stelvio, wie er auf Italienisch heißt, der zweithöchste asphaltierte Gebirgspass der Alpen und ein Motorradtreff erster Güte. Im Sommer wimmelt es hier oben nur so von Bikern, was auch bei schlechtem Wetter tolle Aussichten garantiert. Über eine Straße, die auf der Karte aussieht wie ein EKG-Ausdruck (und das Herz bumpert tatsächlich ganz schön, was nicht nur an der dünnen Luft liegen kann), geht es weiter Richtung Pontresina, was dem Kurvenfanatiker zwei weitere Pässe beschert, nämlich den Forcola di Livigno (2.315 Meter ü. M.) und den Berninapass (2.328 Meter ü. M.). Hier lohnt es sich, mit der Standseilbahn auf den Ausflugsberg Muottas Muragl zu fahren, um von dort die atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Täler und das nahe gelegene Luxusresort St. Moritz zu genießen. Die letzten drei Pässe der Reise sorgen wiederum für qualmende Reifen und – wenn man nicht aufpasst – heiße Kupplungen. Der Abstecher auf den knapp 2.300 Meter hohen Julierpass lohnt sich landschaftlich besonders wegen des knapp unterhalb der Passhöhe gelegenen kleinen Juliersees. Bei der Fahrt über den Malojapass (1.815 Meter ü. M.) mit seinen schier endlosen Spitzkehren hinunter nach Chiavenna überwindet man fast 1.500 Höhenmeter. Ein absolutes Highlight. Schließlich geht es zum neunten und letzten Pass der Tour, dem Splügenpass (2.115 Meter ü. M.), erneut bergauf. Auf knapp 30 Kilometern steigt die Strecke wieder fast 1.800 Höhenmeter empor und nimmt auf dem Weg nach Splügen insgesamt 75 Spitzkehren mit. Im rustikal-charmanten Hotel Piz Tambo in Splügen endet die Passparade bei wohlverdienten Capuns, Pizzocheri oder leckeren Rösti. Im gemütlichen Bett und bei bester Bergluft sinkt man in den Schlaf und kann von seiner Fahrt durch die grandiose Berglandschaft mit ihren unzähligen Kurven, Serpentinen und Kehren träumen. •am www.myswitzerland.com FOTO: SWITZERLAND TOURISM/MARTIN MAEGLI FOTO: ENGADIN ST. MORITZ/CHARLY TSCHARNER

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