Aufrufe
vor 4 Monaten

blu Mai / Juni 2019

MUSIK INTERVIEW MARINA

MUSIK INTERVIEW MARINA ZWISCHEN ANGST UND LIEBE Ganze vier Jahre war es still um Marina Diamandis, nur erfolgreiche Kollaborationen mit Clean Bandit durchbrachen die fast laut wirkende Stille um die Kreative mit der auffällig variablen Stimme und den extravaganten Videos und Performances. Jetzt erscheint mit „Love + Fear“ dafür gleich ein ganzes Doppelalbum. Wir trafen die 33- jährige Waliserin mit griechischen Wurzeln in Berlin. Viele deutsche Schwule sind durch deinen Auftritt in der Fashion Night von Michael Michalsky auf dich aufmerksam geworden. Wie wichtig ist Mode für deine Kunst? Design, speziell Modedesign, ist sehr wichtig. Ich denke, Mode ist aber auch verfänglich: Oft liegt unser Fokus bei der Bewertung von Star-Designern viel mehr auf ihrem gesellschaftlichen Status als auf der Kunst, die sie kreieren. Brillante Kunst, die unsere Welt so sehr bereichert und einen so großen Einfluss hat. Als Künstlerin ist Mode für mich deswegen sehr wichtig, weil sie mir die Möglichkeit eröffnet, mich dem Publikum immer wieder neu zu präsentieren, meine eigene Kunst, die Musik, visuell auszudrücken. Ich frage das wegen der Bildsprache im Video zu „Handmade Heaven“. Wer hatte die Idee? Ich wusste vorher nicht, dass ich Rot tragen werde. Ich wusste, dass wir in einer verschneiten Landschaft drehen würden. Es war tatsächlich Minus 17 Grad Celsius kalt. Also habe ich meinem Stylisten gesagt, er soll so viele warm haltende Mäntel wie möglich besorgen, und da war er: dieser rote, ikonische Mantel mit der riesigen Kapuze. Ich wusste sofort, dass der es sein sollte, weil er einfach unglaublich gut im Kontrast zur Landschaft steht. Er symbolisiert sozusagen die Idee eines „Handmade Heaven“, eines schützenden Rückzugsortes. Denkst du schon beim Texten daran, wie du einen Song später präsentierst? Nein, ich habe normalerweise eine Textzeile oder einen Titel im Kopf. Die reifen dann rund einen Monat in meinem Kopf, bevor ich mich hinsetze und den Text schreibe. Die Melodie entwickle ich erst mit dem fertigen Text am Klavier. Du hast diesmal wieder mit verschiedenen Produzenten und Songwritern gearbeitet. Warum? Weil ich beim letzten Album alle Songs alleine geschrieben und nur mit einem Produzenten gearbeitet habe. Ich wollte diesmal offener und fließender herangehen und habe mit Leuten gearbeitet, die ich schon sehr lange kenne oder mit denen ich immer schon gerne arbeiten wollte. Und trotzdem klingt das Album viel mehr „aus einem Guss“ als die vorhergehenden ... Ich weiß. Ist das nicht echt verrückt? Ja – wie erklärst du dir das? Ich bin recht spezifisch, wenn ich mit Menschen zusammenarbeite. Ich weiß, wie ich mir meine Songs vorstelle. Und ich habe allen am Anfang gesagt, dass ich mir das Album weit und mit bestimmten Beats vorstelle. Das war meine Richtungsvorgabe. Vielleicht hat das ja ausgereicht. Wie bist du auf die Psychologin Elisabeth Kübler-Ross gekommen? Ich habe ihre Theorie in einem Buch gelesen. Ich glaube, es war ein Buch über Meditation. Ich fand den Gedanken damals schon sehr spannend, dass alle menschlichen Emotionen aus den Gefühlszuständen Angst und Liebe entstehen. Als ich vor ein paar Monaten 16 fertige Songs vor mir hatte, viel zu viele für ein einzelnes Album, erinnerte ich mich an die Theorie und hab auch noch mal einiges von ihr gelesen. Es war auf einmal sehr einfach und fühlte sich dazu auch noch ganz natürlich an, die Songs nach diesem Schema aufzuteilen und gleichzeitig einen Titel für das Doppelalbum gefunden zu haben. *Interview: Christian Knuth www.marinaofficial.co.uk FOTOS: WMG

MUSIK SARAJANE „Bullets out of Love“ ist eine kämpferische und soulige Hymne auf das Leben, das Gute und die Liebe, zu finden auf dem Album „FUEL“. „Als ich in Hamburg-Altona* in meiner Wohnung saß, die Helikopter über mir kreisten und der Gestank von brennenden Autos ins Zimmer zog, war ich so wütend auf den Zustand der Welt, dass ich dachte, man muss jetzt etwas ändern“, verrät SaraJane. Also schrieb sie einen Protestsong. Und der ist so klasse wie das ganze Album! *rä www.sarajane.eu CIARA IST ZURÜCK Wie liebten ihr „1,2 Step“ und „Love Sex Magic“, wir tanzten begeistert zu „Goodies“ – und wir haben sie vermisst. Jetzt ist die Ausnahmekünstlerin zurück. Auf ihrem neuen Album „Beauty Marks“ finden sich Lieder zusammen mit Künstlern wie Hip-Hopper Macklemore, Kelly Rowland (Destiny’s Child) und Tekno. Besonders gefällt uns neben dem Vorab-Hit „Level Up“ das Lied „Thinkin Bout You“. Willkommen zurück! *rä FOTO: BMG YOUNG CHINESE DOGS Das Album „The Quiet & The Storm“ entführt auf eine Reise aus der Vergangenheit in die Gegenwart. Es handelt von Abschied und Verlust, den richtigen Freunden und Türen, die sich öffnen, wenn man den Mut hat, andere zu schließen. Es ist in einer turbulenten Zeit entstanden. Birte Hanusrichter ist als Titelrolle der Fernsehserie „Jenny – echt gerecht!“ zwischenzeitlich zu einem bekannten Gesicht avanciert. Ihre Musik nimmt sie dabei immer mit, denn auch „Jenny“ singt mal einen YOUNG CHINESE DOGS-Song in einer Karaoke-Bar. DEINE COUSINE Im Titeltrack des gleichnamigen Albums „Attacke“ von DEINE COUSINE sind zwei Wahrheiten über Frontfrau Ina Bredehorn versteckt. DEINE COUSINE ist selbstbewusst, laut, das Gegenteil von zaghaft. Und trotzdem reflektiert „viel zu lange still“ auch die Jahre, in denen die Sängerin ihr großes Ziel kurz mal aus den Augen verloren hatte. Sie ist ein junger, weiblicher Campino, wie ihn der Rock gerade so dringend braucht. Ihre Lieder erzählen vom Weg des Zweifelns, vom Sich-Aufraffen und Nichtunterkriegen-Lassen. KENNY WAYNE SHEPHERD Die Zeiten, in denen der junge Revolverheld aus Louisiana mit seinen feurigen Gitarrensoli und seinem Songwriting jenseits aller Normen erstmals die Bluesrockszene der frühen 90er-Jahre aufmischte, liegen weit zurück. Der inzwischen 41-Jährige hat sich weiterentwickelt und taucht mit einer Ehrlichkeit, die nur durch Erfahrung und viele Meilen auf dem Tacho möglich ist, tief in menschliche Wahrheiten und Sorgen ein. Im Mai 2019 setzt er mit „The Traveler“ seine Reise fort. COMEBACK Emma Bunton: erfolgreich zurück Schon 1999 – da waren die Spice Girls noch voll im Geschäft und landeten mit „Let Love Lead the Way“ und „Holler“ ein Jahr später noch zwei Nummer-eins-Hits – hatte sie einen ersten eigenen Charthit: „What I Am“. Es folgten Hits wie „Maybe“ („Ba-da-da-dada, ba-da-da-da-da-da“) und „Downtown“, dann machte Emma Pause. Jetzt, 13 Jahre nach dem letzten Album, erscheint mit „My Happy Place“ ein neues Werk. „Der Albumtitel ‚My Happy Place‘ entstand ganz natürlich“, so Emma. „Ich fühle mich dort am wohlsten, wo ich von meiner Familie und meinen Freunden umgeben bin. Wo ich Musik hören kann und gleichzeitig im Studio bin. All das spiegelt sich auf diesem Album wider.“ Schön. *rä

Magazine

DU GEWINNST. HCV VERLIERT. KENNE DEINEN STATUS
Abrigo
blu Gesundheit 2017
After-Show-Dinner von und mit Ricardo M.
27. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg • Programmheft
STIGMAfighter im Einsatz gegen Ausgrenzung
hinnerk August 2016
hinnerk Hamburg Juli 2016
hinnerk Bremen/Hannover Juli 2016
gab Juli 2016
blu Juli 2016
blu Mai 2015
Regionalseiten
blu.fm Webseite

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.