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blu Mai 2018

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6 VIP MUTIGE BETTY

6 VIP MUTIGE BETTY BücKse Sie ist eine der beliebtesten Dragqueens Berlins, doch diese Szeneprominenz hilft nicht viel, wenn man in der Bahn angepöbelt und bedroht wird. Ja, S- und U-Bahn-Fahren kann gefährlich sein, wenn man Kleingeistern nicht ins Macho-Denken passt. Anfang April postete Betty BücKse ein Video auf Facebook, das zeigt, was sie als Dragqueen so aushalten muss. Wir fragten nach. Was genau ist passiert? Es war wie an so vielen Samstagabenden: Du fummelst dich auf, trinkst, und freust dich auf die Nacht, bis dann irgendwoher der erste Spruch kommt (und natürlich wenn mal wieder das Geld für die Rückfahrt im Taxi nicht reicht, weil das meiste für die Getränke draufging). Diesmal war es in der Ringbahn Höhe Sonnenallee so ca. 4 Uhr morgens. Ich saß einfach da und spielte mit meinem Handy, als dann zunächst ein Typ meinte: Guck mal die rosa Schwuchtel da ... Instinktiv schaltete ich dann die Kamera an, wahrscheinlich weil ich wusste, was gleich noch kommt. Jedenfalls kamen dann noch fünf weitere Kumpels von dem einen nach vorne gelaufen im Wagen – außer mir und denen war keiner mehr da. Dann kamen die Klassiker wie „Hurensohn“ und „Missgeburt“ und „Ich hau dir auf die Fresse“ ... Die Kamera filmte dabei nur mich! Nach diesem kurzen Wortgefecht, auf das ich mich leider eingelassen habe, nutzte ich die geöffnete Tür am S-Bahnhof Sonnenallee, um auszusteigen. Der eine Typ wollte dann noch hinterher, wurde aber von den Kumpels zurückgehalten, bis sich die Tür schloss. Er schlug dann noch wie wild von innen gegen die geschlossene Tür und bespuckte die Fensterscheibe. Ich bin dann mit der nächsten Bahn weiter und sicher zu Hause angekommen. Ist das schon oft passiert? In der Intensität erst zweimal in elf Jahren. Standardsprüche kommen aber fast jedes Wochenende. Hast du Angst in der Bahn? In diesem Moment hatte ich eine Scheißangst! Aber generell nein, denn ich habe ja auch über die Jahre wunderschöne Erfahrungen in den „Öffis“ machen können. Was rätst du anderen Opfern? Schwierig. Viele meinten, dass sie es toll fanden, wie ich reagiert habe. Dass ich mich quasi gewehrt habe. Da gibt es keinen Plan, man handelt intuitiv, glaube ich. Und: Macht es sichtbar, was euch passiert! *Interview: Michael Rädel Hilfe bietet auch das Antigewaltprojekt www.maneo.de NACHGEFRAGT FOTO: M. RÄDEL

KLATSCH VIP 7 & STERNE DIE NEUE BOYBAND NKOTB, Backstreet Boys, East 17 oder auch Take That, alles lange her (gefühlt) und hat nix mehr mit der aktuellen Jugend zu tun. Daher legen jetzt WHY DON’T WE los! Mit über 140 Millionen Video-Streams, mehr als 120 Millionen Audio-Streams und Instagram-Posts, die hunderttausendfach geklickt werden, sind die Burschen von WHY DON’T WE innerhalb nur eines Jahres zum internationalen Teenie-Phänomen avanciert – mit ziemlich homophiler Optik (wie immer bei Boybands). Und sie kommen im Mai auf Tour zu uns! *rä WHY DON’T WE: „THE INVITATION“-TOUR 2018 14. Mai, Hamburg, Uebel & Gefährlich – 15. Mai, Berlin, Columbia Theater – 17. Mai, Köln, EssigFabrik – 8. Juni, München, Technikum – 9. Juni, Frankfurt, Batschkapp ALLES GUTE, CHER Am 20. Mai gibt es einen guten Grund zu feiern, denn dann wird Cher, Cherilyn La Pierre aus El Centro in Kalifornien, süße 72 Jahre jung. Alles Liebe! „Believe“, „Half-Breed“, „Woman’s World“, „The Shoop Shoop Song (It’s in His Kiss)“ und „If I Could Turn Back Time“: Die Liste ihrer Hits ist lang. Wer hätte gedacht, dass die Lustige vom Duo Sonny & Cher nach dem Ende der TV- und Musik-Zusammenarbeit so durchstarten würde? Dass sie den Erfolg von Hits aus den 1960ern wie „I Got You Babe“ oder „Baby Don’t Go“ mehr als toppen können würde? Niemand. Cher ist ein Vorbild für alle, die sich was trauen! Nicht vergessen sollte man auch ihre Schauspielerei: „Silkwood“ (Oscar-Nominierung), „Moonstruck“ (Oscar als „Best Actress“) und „Die Hexen von Eastwick“ waren weltweite Publikumsrenner. Danke dafür, und streite dich weiter so schön auf Twitter! *rä www.cher.com 50 JAHRE KYLIE! Am 28. Mai 1968 erblickte Australiens größter kleiner Popstar das Licht der Welt. Los ging es mit der Karriere 1986, als die Schwester der damals schon singenden Danii Minogue eine der Hauptrollen in der australischen Erfolgsserie „Neighbours“ bekam. Bereits ein Jahr später erschienen zwei ihrer 1980er-Popmusik-Klassiker: das Cover des Evergreens „The Locomotion“ und „I Should Be So Lucky“ – eine Stock-Aitken- Waterman-Produktion – wie auch das Re-Release des „Lokomotiven-Tanzes“. 1992 trennte sich Kylie von dem queeren Produzententeam aus UK und erfand sich unter anderem mit Hits wie „Where the Wild Roses Grow“, „Confide in Me“ und „Breathe“ neu. Ab 2000 katapultierten Frau Minogue dann poppig-eurodancige Chart-Erfolge wie „Spinning Around“, „Can’t Get You Out of My Head“ und „Slow“ in noch viel höhere Stardimensionen – das Comeback klappte auch in den USA, weil ihre Freundin Madonna bei einem Konzert ein Kylie-T-Shirt trug. Die Krebsdiagnose 2005 führte zu einer tragischen und zwangsläufigen Karrierepause, aber schon 2007 meldete sich Kylie mit „2 Hearts“ erfolgreich zurück. Bis heute mischt sie dank spaßiger (kleiner) Kinound Serienfilmrollen und Hits wie „All the Lovers“ und „In My Arms“ erfolgreich mit im Showbusiness. Auch ihr letztes Album schaffte es in höchste Chartregionen. Danke für so viel gute Musik, danke für so viele Gassenhauer. Alles Gute, Kylie! *rä www.kylie.com

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