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blu Mai 2018

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KUNST AUSSTELLUNG

KUNST AUSSTELLUNG YONGCHUL KIM: „Selbsterkenntnis in Bezug auf die Gesellschaft“ Kunst kann so vieles. Sie kann aufrütteln. Sie kann Revolutionen auslösen. Sie kann zum Denken anregen, Stress abbauen und entspannen. Und immer erweitert sie den Horizont. So auch das Werk von Yongchul Kim, der seit 2004 in Stuttgart lebt und an der Kunstakademie Stuttgart bei Prof. Cordula Güdemann studiert. Am 4. Mai eröffnet seine Ausstellung „Floating“ in der Galerie Thomas Fuchs in der Reinsburgstr. 68a in Stuttgart – bis zum 2. Juni hat man Zeit, seine Kunst im Ländle zu entdecken. „Das Thema Floating ist von zwei Teilen meiner Arbeit motiviert und miteinander verbunden. Spiegelung und Aufzeichnen. Das enthält nicht nur die wörtliche Bedeutung der Begriffe, dass etwas räumlich verschwindet und sich bewegt, sondern auch die ursprüngliche Frage nach der Ungewissheit und der Existenz der Veränderung. Darüber hinaus stelle ich Themen in Frage, die ich bis jetzt für wahr annehme“, erklärt der 1982 in Yeosu, Südkorea geborene Künstler. „Es geht um die Wahrnehmung und meine Sicht auf die Welt und die Selbsterkenntnis in Bezug auf die Gesellschaft. (...) Der Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Figur. Auf jedem Bild baut eine eigene Geschichte auf und für die Atmosphäre und den dramatischen Effekt wird es dunkel oder sehr kontrastreich.“ *rä Yongchul Kim, Spiegelung 2018, Öl auf Leinwand, 100 x 70 cm www.galeriefuchs.de AUSSTELLUNG Museum für moderne Kunst in Leipzig Norbert Biskys Kunst ist hier bis zum 21. Mai zu sehen. Gezeigt werden seit Februar Werke aus dem Bestand der Sammlung Hildebrand. Neben Norbert Bisky hat man bei „G2 #9 T H E A R T O F R E C O L L E C T I N G“ auf 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche auch die Chance, Kunst unter anderem von John Bock, Andrea Bowers, Birgit Brenner, Birgit Dieker und Martin Groß zu sehen. „Die Ausstellung zeigt eine Auswahl an künstlerischen Positionen aus dem Bestand der Sammlung Hildebrand, die individuelle und kollektive Gedächtniskraft thematisieren oder Beziehungsgeflechte erinnerter Orte und seelische Zustände reflektieren. Ein monumentaler, gemalter Kopf von Norbert Bisky („Malandro“, 2017) führt in die Ausstellung und verharrt zwischen Fiktion, Flucht ins Vergessen und Rückzug ins tiefste Innere“, verrät das Museum. Großartig und provokant! *rä Bis 21.5., G2: „G2 #9 T H E A R T O F R E C O L L E C T I N G“, Dittrichring 13, Leipzig, g2-leipzig.de Norbert Bisky, geb. 1970 in Leipzig, lebt und arbeitet in Berlin: Malandro, 2017, Öl auf Leinwand, 230 x 200 cm, VG Bild-Kunst Bonn 2018, courtesy KÖNIG Galerie, Berlin/London, Foto: Bernd Borchardt

BUCH HANDBUCH Der Bart gehört zum Mann Bart ist Ausdruck eines individuellen männlichen Lebensstils. Zur Jahrtausendwende war es noch ein Statement gegen den glatt rasierten Mainstream der ausklingenden (nachwirkenden) 1990er, dass Mann rasiert sein müsse, um gepflegt zu sein. Was für ein Unfug! Inzwischen wissen wir alle: Jeder, wie er will. Und in den letzten Jahren ist ein regelrechter Kult um den haarigen Mann entstanden. Er wird nicht mehr als testosterongesteuert, dominant und gefährlich wahrgenommen – schlimm, dass das mal so war –, er ist nun das, was er schon immer war: ein behaarter Mitmensch. Und mit gepflegtem Bart auch super, super sexy. Dieses Gedankens nimmt sich auch auf über 170 Seiten das Buch „Ein Mann – Ein Bart – Das Stilbuch für den bärtigen Gentleman“ von Captain Peabody Fawcett alias Richard Finney an. „Um den Bart hat sich ein regelrechter Kult entwickelt: mit Bartwettbewerben, einer neuen Barbershop- FOTO: CAPTAIN FAWCETT LIMITED / JACQUI SMALL, PHOTOGRAPHY BY IAIN CROCKART Szene, die alte Traditionen der Rasier- und Frisierkunst wiederbelebt, und neuen Bart- und Haarpflegeprodukten. Bart zu tragen ist Ausdruck eines individuellen männlichen Lebensstils geworden, der eine neue Wertschätzung für handwerkliches Können und tradierte Gentleman-Tugenden einschließt“, verrät der Autor. 292 Farb- und 73 Schwarz-Weiß-Fotografien und Illustrationen runden das Werk ab. Groß, das Buch! *rä „Ein Mann – Ein Bart – Das Stilbuch für den bärtigen Gentleman“ von Captain Peabody Fawcett, teNeues, www.teneues.com ROMAN Eine Wiener Queergeschichte Spätestens seit der großartigen TV- Serie „Vorstadtweiber“ denkt man auch in Deutschland über das Szenelben in Österreich nach. Und jetzt gibt es das als Roman. „Eine Wiener Altbauwohnung voll mit Schwulen um die dreißig, die die Lieblingsklamotten ihrer toten Mutter trugen und in kollektiver Verzückung mit Blümchen ‚Wie ein Boom-Boom-Boomerang komm ich immer wieder bei dir an‘ kreischten: In der nächsten Therapiestunde mit Herrn Richter würde Steph einiges zu besprechen haben.“ Schon diese Leseprobe macht klar: Der Autor Christopher Wurmdobler (geboren 1965 in Freiburg im Breisgau) nimmt sich in „SOLO“ mit viel Witz und Ironie des scheinbar nicht enden wollenden Tanzes eines gewissen Teils der Szene an, den diese „spaßiges Leben“ nennt. Freundschaft, Liebe, Kunstevents, Konsum, Fitnesstraining sowie Sex, Körperkult und Älterwerden – die Geschichte um, mit und über Kinderarzt David (Mitte 30, 200 qm Luxuswohnung, die beste Freundin Bloggerin und Schwulenmutti) bietet alle Zutaten, die Mann lesen will. Bierernst sollte man das nicht nehmen, aber Denkanstöße gibt dieser erfrischend lustige Roman durchaus. Wir empfehlen! *rä Christopher Wurmdobler: SOLO, www.czernin-verlag.com FOTO: GREGOR HOFBAUER / GREGORHOFBAUER.PHOTOGRAPHY

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