Aufrufe
vor 2 Jahren

blu Mai 2017

  • Text
  • Berlin
  • Mehringdamm
  • Berliner
  • Musik
  • Szene
  • Wriezener
  • Schwule
  • Warschauer
  • Einlass
  • Dresscode

12 STADTGESPRÄCH

12 STADTGESPRÄCH INTERVIEW MESSEVERANSTALTER STUART CAMERON „Bei der STICKS & STONES muss sich niemand fragen: ‚Sind diese Unternehmen LGBTIQ*- freundlich oder nicht?‘ Wenn sie bei uns ausstellen – das reicht von Startups über mittelständische Unternehmen bis hin zum Großunternehmen – dann sind sie es.“ Die queere Karrieremesse von Stuart Cameron ist bereits in ihrem 8. Jahr und mit dem Umzug in den Nachtklub SchwuZ auch räumlich in der Community angekommen. Was sonst noch neu ist und warum er sich mehr geoutete Führungskräfte wünscht, verrät der Veranstalter im Interview. *fj Du hast dir gewünscht, dass mehr Unternehmen sich auf ihren Websites als LGBT*-freundliche Arbeitgeber präsentieren. Hat’s geklappt? Ja, es sind mehr geworden, aber immer noch zu wenige. Wir freuen uns, dass die STICKS & STONES zum Selbstläufer geworden ist und wir kaum noch Unternehmen überzeugen müssen. Wir haben aber nur Platz für 100 Unternehmen. Weitere ca. 200 Unternehmen sind uns als LGBTIQ*-freundlich bekannt. Es gibt aber alleine in Deutschland über 7.000 börsennotierte Unternehmen von denen die meisten sich noch nicht mit Diversity beschäftigen oder auch nur wissen, was LGBTI überhaupt bedeutet. Es bleibt also viel zu tun. Eine amerikanische Studie attestiert Unternehmen mit einer Diversity-Recruiting-Politik bis zu 15 Prozent mehr Umsatz als solchen ohne. Glaubst du an diesen Zusammenhang? Zum Teil. Ich glaube schon, dass ein Unternehmen mit hoher Diversity-Quote besser und innovativer ist. Und das wirkt sich natürlich auch auf den Umsatz aus. Die meisten Unternehmen verstehen aber nicht, wie man Diversity-Management richtig einsetzt. Bisher misst man den Diversity-Erfolg hauptsächlich am Frauenanteil im Unternehmen. Das ist zu kurz gedacht. Als wenn unterschiedliche Geschlechtsteile alleine schon einen Mehrwert mit sich bringen würde. Es geht um Erfahrungen, unterschiedliche Sichtweisen etc. Ansonsten wäre auch Apple nicht das wertvollste Unternehmen der Welt – und das ist hauptsächlich männlich und weiß. Gerademal 32% der MitarbeiterInnen sind Frauen. Ich würde Apple und andere Tech- Unternehmen dennoch als Diversity-Vorbilder sehen. Sie investieren mittlerweile sehr viel in Diversity – vor allem Geld. Facebook z.B. über 10 Million, Apple 50 Millionen, Google 150 Millionen, Intel 300 Millionen. Das macht bisher kein einziges deutsches Unternehmen. Deutschland ist zu langsam. Die STICKS & STONES ist seit unserem letzten Gespräch mehrmals umgezogen. Dieses Jahr seid ihr erstmals im Berliner SchwuZ – wieso gerade dort? Wir wollten ein klares Signal geben, dass sich die STICKS & STONES in erster Linie an Schwule und Lesben richtet. Das war in den letzten zwei Jahren nicht mehr so deutlich. Letztes Jahr gab es eine Situation, in der wir einen schwulen Gast aufklären mussten, dass sich die Sticks & Stones in erster Linie an LGBTIQ* richtet. Als ich das erfahren habe, war mir klar, dass wir dringend wieder „back to the roots“ müssen und klarer formulieren, für wen wir die Messe und die Konferenz machen. Das ganze Interview findest du auf www.blu.fm/blu 27.5., Sticks & Stones 2017 Berlin Edition, SchwuZ & Vollgutlager, www.sticks-and-stones.com 21.7., RAHM 2017 / Google, www.rahm.ceo

FOTO: UNIVERSAL MUSIC KONZERT Der Shawn aus Kanada Vom kanadischen Shootingstar zu einem der erfolgreichsten internationalen Solokünstler derzeit – Shawn Mendes begeistert auch mit seinem zweiten Album „Illuminate“. Und er kommt auf Tour. Süß, jung, kanadisch. Und dann kann er auch noch singen und Lieder schreiben! Wo andere Sterne nur mit dem einen Talent oder ihrer Optik punkten können, überzeugt Shawn Peter Raul Mendes auf ganzer Linie. „Seine Songs schwanken zwischen Eingängigkeit und akustischer Ehrlichkeit“, adelte ihn der Guardian und attestiert Shawn gleichzeitig „erwachsene Leidenschaft“. Der Stern schrieb „[…] innige[r] und rhythmischen Folk-Pop, der, selbstbewusst gespielt, einem nicht mehr aus dem Kopf geht.“ Jetzt im Frühsommer kommt der Teenager auf Tour nach Deutschland und macht auch bei uns halt. *rä 3.5., Shawn Mendes, Mercedes-Benz Arena, U/S Warschauer Str., 18 Uhr, www.shawnmendesofficial.com ESSEN #frühstück Von 7 bis 23 Uhr kann man an der Uhlandstraße seiner Frühstückslust frönen. „Ob süß oder herzhaft, groß oder klein, im Benedict gibt es für jeden das richtige Frühstück zur richtigen Zeit“, frohlockt das Team und allen voran Dror Pinto, der uns dann auch zum Test des Restaurants einlud. Die hip designte Location überzeugte mit einer Fülle verschiedener Frühstücksvarianten. So gibt es unter anderem texanisches Steak and Eggs, New Yorker Eggs Benedict, Croque Madame, Shakshuka, Pancakes, klassisch deutsch und englisch oder vietnamesisches Omelett. Oder frische Bagels mit Avocado und natürlich auch veganes Müsli ... „Wir glauben daran, dass Frühstück nicht etwas ist, das durch Zeit bestimmt wird, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung darstellt. In Benedicts Welt hört das Frühstück niemals auf. Also willkommen in unserer Welt aus Frische und Freiheit“ – dem ist nichts hinzuzufügen! *rä Benedict, Uhlandstr. 49, U Hohenzollernplatz FOTO: FRANCESCO CASCAVILLA AUSSTELLUNG Das weiche g Die Ausstellung spüre „einem für Berlin typischen, queer-migrantischen Gemütszustand nach“, den die Kuratoren Emre Busse und Aykan Safoğlu mit dem türkischen Buchstaben ğ veranschaulichen wollen. Beide Kuratoren stammen aus Istanbul und beschäftigen sich mit „queerer Migration, mit marginalisierten sexuellen Identitäten und Körperpolitiken“. Zum Ausstellungsprogramm gehören Performances, Workshops und Filmvorführungen von und mit unter anderem Ebru Kırancı, Elmgreen&Dragset, Emine Sevgi Özdamar, Maria Binder, Sabuha Salaam und Yener Bayramoğlu. Provokant, mitunter. *rä ğ – das weiche g, bis 29.5., Schwules Museum*, Lützowstr. 73, Berlin

Magazine

DU GEWINNST. HCV VERLIERT. KENNE DEINEN STATUS
Abrigo
blu Gesundheit 2017
After-Show-Dinner von und mit Ricardo M.
27. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg • Programmheft
STIGMAfighter im Einsatz gegen Ausgrenzung
hinnerk August 2016
hinnerk Hamburg Juli 2016
hinnerk Bremen/Hannover Juli 2016
gab Juli 2016
blu Juli 2016
blu Mai 2015
Regionalseiten
blu.fm Webseite

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.