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blu Juli / August 2019

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36 CSD FOTO: M. RÄDEL

36 CSD FOTO: M. RÄDEL HOUSE Eine kleine Liebeserklärung Irgendwann Mitte der 1980er ging es los: High Energy und Elektro à la Kraftwerk fingen an, sich mehr und mehr gegenseitig zu befruchten. Als Einfluss nicht zu unterschätzen ist auch Disco. Die Musikart wurde zwar nicht mehr so genannt (klang ab 1983 bis ca. 1990 auch ein bisschen anders), aber das Acid-Geblubber beim 1988er-„Theme from S'Express“ von S'Express etwa ist ein Sample aus einem Discotrack: Rose Royce – „Is It Love You’re After“ von 1979 ... Wichtig für die anfangs meist instrumentalen House-Stücke war vor allem das Sampling. Alles war möglich! Nimm dir, was du brauchst, mach was Schönes draus! Ohne diese Technik hätte es House-Hymnen wie „Ride on Time“ von Black Box oder auch „Pump Up the Volume“ von M|A|R|R|S nie geben können – freilich ging House auch anders, die Produzenten von Inner City verzichteten zum Beispiel meist auf Samples. Vor allem in Detroit und Chicago produzierten DJs wie Frankie Knuckles und Steve „Silk“ Hurley Tracks, die weltweit in der Klubwelt einschlugen und das Phänomen House bekannt machten. Warum House House heißt? Nun, der erste Klub, der sich dieser Musikart widmete, war das Warehouse in Chicago. Auf House-Partys mischten sich die Szenen: Latinos, Schwule, Lesben, Schwarze, Klub Kids und queere Diven. Anders als bei Rock oder softem Pop konnte man bei House die Sorgen wegtanzen, hemmungslos und trotzdem mit Style und mitunter begleitet von souligen Vocals. House steht und stand für queeres Klubleben. Und das weltweit. Und weltweit weiterhin sehr erfolgreich.Wir lieben! *rä Fett viel House gibt es auf der Party GMF, www.facebook.com/GMF.de NACHGEFRAGT 1-800-Disco: Startipps Dieses Mal verrät uns DJ 1-800-Disco, der unlängst von London nach Berlin gezogen ist, seine Lieblingslieder. 1) Masters at Work feat. India: „I Can’t Get No Sleep“ „Als ich mich im Alter von 16 Jahren zum ersten Mal mit House beschäftigt habe, waren die Masters at Work mein Haupteinfluss! Sie waren damals House- und Remix-Pioniere. Die Stile der frühen Jahre meiner DJ-Karriere und dieser Song prägten mich – auch durch die unglaubliche Stimmpower von India.“ 2) Dan Hartman with Loleatta Holloway: „Relight My Fire“ „Das ist das Lied, das mich wirklich zu Disco gebracht hat – und wahrscheinlich mein Lieblings-Disco-Track aller Zeiten. Ich habe es dank Dimitri from Paris im Nordosten Englands, wo ich aufgewachsen bin, hören können. Und seitdem bin ich süchtig danach! Dieser langsame Aufbau, der eine Erwartungshaltung schafft, bis dann die Streicher und der Gesang beginnen … Pures FEUER!“ 3) Christopher Cross: „Ride Like the Wind (Joey Negro Extended Disco Mix)“ „Dieses Lied lernte ich durch Joey Negros unglaublichen Discomix kennen. Wenn du es hörst, stellst du dir sofort vor, die Westküste der USA runter nach Mexiko zu fahren ... Ein Freund und ich wollten einmal ein Musikvideo dazu machen, eine Bankräuber- Story, aber wir vergaßen, eine „GoPro Memory“-Karte zu kaufen – und so klappte es leider nicht ...“ *Interview: Michael Rädel www.facebook.com/1800Disco FOTO: STEVECOLEIMAGES

CSD 37 TIPP Ein Filmklassiker für dich 1996 war eine HIV-Infektion immer noch mit gesellschaftlicher Ausgrenzung und Todeskampf verknüpft. Sie war nicht so leicht in Schach zu halten. Wobei eine unbehandelte Infektion auch heute noch zum Tod führt, man hat aber alle Möglichkeiten, „normal“ zu leben und zu altern. Nicht so noch in den 1990ern, in denen der Film „It’s My Party“ mit Stars wie Olivia Newton- John gedreht wurde und auch spielt. Erzählt wird von dem in Los Angeles lebenden Architekten Nick (Eric Roberts) und seinem Abschied vom Leben. Vor Kurzem hat Nick die Diagnose PML (Progressive multifokale Leukenzephalopathie) erhalten und er weiß, dass er bald daran, als Folge seiner HIV-Erkrankung, sterben wird. Er will aber nicht einfach so gehen. Er will seinen Abschied noch mal mit seinen Liebsten feiern! Bei der bittersüßen Party taucht auch seine ewige Liebe Brandon (Gregory Harrison) auf ... *rä KARAOKE Fröhlich sein und singen Manch ein Tourist kommt aus dem Staunen und Schmunzeln gar nicht mehr heraus, wenn er im Monster Ronson’s umhergeht, denn jede der Karaokekabinen ist einem anderen Star der Musikwelt gewidmet. Zum Beispiel Amy Winehouse, David Bowie oder eben Kurt von Nirvana. Jeden Dienstag lockt hier zudem eine schillernde Underground-Travestie-Revue mit Pansy und (oft) Allucard. Und natürlich die Open Stage: Hier kann dann jeder beweisen, dass er ein großer Sangeskünstler, eine große Sangeskünstlerin ist! Auch im CSD-Monat ein Tipp! *rä Monster Ronson’s Ichiban Karaoke, Warschauer Str. 34, S+U Warschauer Straße, 22 Uhr, www.karaokemonster.de FOTO: M. RÄDEL WECLEANYOU Hartmut-Spittler-Fachklinik in Berlin-Schöneberg Entwöhnung von Alkohol, illegalen Drogen und Medikamenten Wir sind rund um die Uhr für Sie da. © Innovated Captures - Fotolia.com Aufnahmekoordination/Beratung Ariane Hübner Tel. 030 130 20 8603 werktags 09.00 – 15.00 Uhr ariane.huebner@vivantes.de Kontakttelefon Tel. 030 130 20 8600 Für Fragen rund um die Entwöhnung und Vereinbarung von Vorgesprächen können Sie uns auch schreiben an entwoehnung@vivantes.de Ihr Weg zu uns Hartmut-Spittler-Fachklinik am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Rubensstraße 125, 12157 Berlin www.vivantes.de/avk/spittler

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