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blu Juli 2017

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MUSIK FOTO: ASTRID

MUSIK FOTO: ASTRID GROSSER INTERVIEW 2RAUMWOHNUNG „Da musste noch Alien in den Schlager“ Inga Humpe und Tommi Eckart melden sich zurück. Das Doppelalbum klingt nach 2raumwohnung, wie die Fans sie lieben, aber die Plattenfirmen sie zuletzt scheinbar zu elektronisch verspielt fanden. Über das Konzept und die Entstehung von „Nacht und Tag“ sprachen wir mit den beiden in Berlin. Wann kam die Idee, jedes Lied in zwei Versionen zu produzieren? Tommi: Mittendrin. Wir haben an einem Stück für einen Film gearbeitet, wo es darum ging, vom Klub in den Tag zu gehen. Wir haben also den Track als Klubnummer begonnen und dann den gleichen Song in ein Gitarrenstück gemorpht. Das hat uns so gut gefallen, dass wir das mit allen Stücken ausprobieren wollten. Aus der Filmmusik wurde nichts, aber die Idee ist geblieben. Wie viel war schon fertig? Und wie klang es bis dahin? Inga: Wir waren schon recht weit und wollten eigentlich ein typisches Pop-Album. Mit klubbigerem Fokus. Also war die Nachtseite präsenter? Inga: Schon, aber nicht so durchgängig. Als wir es in die beiden Seiten getrennt haben, sind Tracks auf der Nachtseite noch klubbiger geworden. Erst wollten wir die Tagseite akustisch halten, aber davon sind wir abgekommen, weil es schade gewesen wäre, sich ein Rhythmusboxverbot zu geben. Die Tagseite ist keine richtige Chillout-Platte? Tommi: Nein. Und es ist kein zweites Bossanova-Album. Es spielt mit anderen Grooves, die zwar ruhiger, aber nicht unbedingt nicht tanzbar wären. Die Nacht klingt dafür sehr ausgefeilt tanzbar. Tommi: Wir konnten durch die Trennung entschlossener an Bass Lines und Rhythmen arbeiten. Wir mussten weniger Kompromisse machen, die man sonst auf einem Pop- Album machen muss. Dadurch entstehen andere Spannungsbögen. Ja. Das letzte Album war „mainstreamiger“ ... Inga: Das muss man ehrlich so sagen. Universal war für „Achtung Fertig“ unser Partner, der uns unbedingt haben wollte und lange um uns geworben hat – und sicherlich mit uns zusammen kommerziellen Erfolg haben wollte. Es war schon befreiend, als wir uns entschlossen haben, es nicht noch einmal so zu machen. Zu sagen, wir legen die Kriterien fest und die lauten nicht „ein Hit, ein Hit, ein Hit.“ Eigentlich sogar das Gegenteil: Wir wollten mit der Musik nachhaltiger umgehen. Dass man so ein Album auch mal länger hören kann, es nicht so reinschlingt und verdaut, sondern es kennenlernt und vielleicht den einen Teil gerne zum Ausgehen hört, den anderen zum Lunch. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Dieter Meier von Yello? Tommi: Wir hatten dieses Lied mit den französischen Textpassagen. Und wir meinten beide, das müsse mal von einer anderen Stimme gesungen werden. Inga: Ich hab ihn angerufen oder eine Mail geschrieben – so genau weiß ich es gar nicht mehr. Er hat sich gemeldet und zugesagt, beim nächsten Berlinbesuch im Studio vorbeizukommen. Tommi: Ich bin schon seit 1979 großer Yello- Fan. Ich habe damals für ein Fanzine über die beiden geschrieben. Das ist insofern eine tolle Sache, wenn sich so ein musikalischer Bogen für einen selbst schließt. Inga: Dieter und ich hatten uns ewig nicht gesehen. Er hat mir dann erzählt, dass „Ich und Elaine“ bei ihm zu Hause lange Zeit eine Art Nationalhymne war, weil Frau und Töchter das Lied dauernd gesungen haben. Das war schon einfach schön. Überhaupt hört man mehr Einflüsse deutscher Musik der Technogründerjahre wie sogar Kraftwerk. Tommi: Das liegt wirklich an unserer Liebe zur Elektronik. „Energie Multimillionär“ war zum Beispiel schon fertig als vierter elektronischer Track, und wir haben ihn komplett neu aufgenommen, weil die Idee der verschiedenen Soundwelten leicht einknickte in der Originalversion. Wir haben dann diesen „LCD-Soundsystem-Can-Krautrock“-Aspekt ganz absichtlich gewählt. *Interview: Christian Knuth www.2raumwohnung.de Das ungekürzte Interview findest du auf www.blu.fm

MUSIK JAZZ Cool war er. TIPP Declan McKenna Zweifelsohne hat seine Musik polarisiert. Unbestritten ist aber, dass Roger Cicero ein großer Entertainer und Musiker war. Und ein Jazz-Könner. Der 2016 Verstorbene wird nun auf „The Roger Cicero Jazz Experience“ gewürdigt. Die 2015 aufgezeichnete Live-CD zeigt, wie unterhaltsam Jazz sein kann. „Roger‘s Baby ‚JazzExperience‘ zeigt, was ihn immer für mich ausgezeichnet hat – seine ureigene Definition einer Mischung von Jazz und Pop. Ich danke Dir, Roger, mit diesem Album, für 20 Jahre gemeinsame Zeit vor und hinter der Bühne, im Studio, on the Road, als Musiker und als Freund und Mensch. Es ist mir ein Geschenk diese Zeit mit Dir gehabt zu haben“, so Rogers Wegbegleiter Matthias „Maze“ Meusel. Eine wirklich gute CD. *rä Im Juli steht nach einer ganzen Reihe von Singles („Bethlehem“, „Isombard“, „The Kids Don’t Want to Come Home“, ...) in den vergangenen Monaten die Veröffentlichung seinen Debütalbums „What Do You Think About The Car?“ an. Die Aufnahmen fanden in Zusammenarbeit mit James Ford (Arctic Monkeys, Depeche Mode, Florence And The Machine u.a.) in den Kensal Green Studios statt. Zu Beginn des Jahres wurde er in die Liste des „BBC’s Sound of 2017“-Polls aufgenommen, absolvierte einen großartigen Auftritt in der TV-Show „Later… With Jools Holland” und war im Vorprogramm von Cage The Elephant auf Deutschlandtour. Aufgrund der großen Popularität und Nachfrage erscheint nun sein Indie-Hit „Brazil“ international erneut als Single. InseratNash3.qxp_Layout 1 16.06.17 15:04 Seite 1 THE RACE TOUR 2017 31.08.2017 Berlin l IFA Sommergarten Special Guest: 2Raumwohnung 29.11.2017 Frankfurt l Festhalle 30.11.2017 Zürich l Hallenstadion 03.12.2017 Hamburg l Barclaycard Arena 05.12.2017 München l Olympiahalle 06.12.2017 Wien l Stadthalle TICKETS: 08.12.2017 Stuttgart l Porsche Arena 09.12.2017 Köln l Lanxess Arena www.eventim.de

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