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blu Januar/Februar 2020

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GESUNDHEIT FOTOS: REGINA

GESUNDHEIT FOTOS: REGINA SABLOTNY hilfreich sein. Ob Kohlwickel bei einem entzündeten Gelenk, Lavendel zum Einschlafen oder Pfefferminz für die Schläfen bei Kopfschmerzen – das hat keine Nebenwirkungen und ist für viele sehr hilfreich. Als Ärztin denke ich oft: Wenn mein Patient mal nicht schlafen kann, weil er nicht weiß wie er die Miete bezahlen kann, dann braucht er einen Wohngeldantrag und keine Schlaftabletten! Wir haben auch eine fantastische Sozialarbeiterin. Das ist eine der wichtigsten Frauen im Team. Um das besser in die Konzeption unserer tagesklinischen Behandlung einzuordnen: Es gibt einen Therapieplan und darin jeden Tag Bewegungstherapie und auch Informations-, Gesprächs- und Übungsgruppen von den Psycholog*innen, Ärztinnen und den Gesundheits- und Krankheitspflegerinnen. Das ist wirklich umfangreich ... … Ja. Ich versuche es weiter an Beispielen begreifbar zu mache, damit Ihre Leser*innen sich ein Bild machen können. Wir sprachen ja bereits kurz über das gemeinsame Kochen hier in der großen offenen Küche. Das wird von Gesundheits- und Krankenpflegerinnen begleitet und es werden Achtsamkeitsübungen ausgeführt. Dabei beobachten wir ganz viel: Wer hat schon nach der ersten Kartoffel das Gefühl, das ist mir schon zu viel? Wer schneidet alle Zwiebeln in Rekordzeit, wer hilft überall mit, wer möchte keine Entscheidung darüber fällen, ob etwas durchgekocht ist oder nicht? Und wer kann es genießen, wenn es gut schmeckt? Erkennbar sind für uns Therapeut*innen Unter- und Überforderungen und Interaktion. Manche Patient*innen trauen sich nach dieser Therapie auch mal wieder, Leute zu bewirten wie z.B. Freunde oder Familie. Sie haben dann auch ganz andere Sachen zu erzählen, wenn sie wieder in der Tagesklinik sind. Warum ist dieses Haus nicht zum Beispiel in der Innenstadt im Vivantes? Das ist ein großes Privileg. Dieses große und unscheinbare Bürogebäude, direkt am Teltowkanal mit Blick ins Grüne. Für Patient*innen die mit Krankenhäusern schlechte Gefühle verbinden, egal ob in der Rettungsstelle, im OP, auf der Station oder bei Ärzten ist es hilfreich, dass hier nichts an ein Krankenhaus erinnert. Wir arbeiten eng zusammen mit der somatischen Abteilung bei Vivantes aber auch mit den niedergelassenen Ärzt*innen. Es gibt bei Vivantes ein MVZ für Schmerzmedizin, das für Medikation unsere kompetenten Ansprechpartner*innen besitzt. Außerdem sind unsere Gesundheits- und Krankenpfleger speziell geschult im Umgang mit chronischen Schmerzpatient*innen. Wir sehen uns als Wegabschnittsbegleiter und wollen unsere Patient*innen nicht abhängig machen von Massagen oder einzelnen Therapeut*innen, sondern wir wollen, dass sie sich selbst die besten Ärzt*innen sind. Wir sind auch selbst ganz gespannt bei wem, was hilfreich ist. Die Patient*innen bleiben zwischen sechs und zwölf Wochen in einer festen Gruppe in der Tagesklinik, sodass sie sich gut austauschen und kennenlernen können. Diese Vertrautheit ist hilfreich. Derzeit sind unsere Patient*innen zwischen 18 und 82 Jahre alt und aktuell mehr Männer als Frauen. Normalerweise ist es andersherum. Sie kommen aus allen Schichten und aus allen Lebenskonstellationen. Wie kann ich mich hier anmelden? Wer herkommen möchte, kann uns einfach anrufen oder über unsere Homepage einen Termin vereinbaren. Als Erstes erfolgt das Vorgespräch. Wir möchten in Erfahrung bringen, warum sich Menschen genau jetzt bei uns melden. Was ist ihr Anliegen? Gern erzählen wir, was unsere Arbeit ausmacht und schauen, ob es für beide Parteien passt. Nach dem Vorgespräch folgt der physiotherapeutische Befund. Unsere Bewegungstherapeutinnen untersuchten die Patient*innen, um körperliche Einschränkungen festzustellen. Oft sind diese gar nicht da, wo es wehtut. Das ist wie bei einer Lampe: Der Lichtschalter ist nicht da, wo es leuchtet. Wie sind die Erfolgsaussichten? Wir laden unsere Patient*innen nach drei Monaten noch mal ein, um zu sehen, was sich tatsächlich verändert hat. Wir wissen, Veränderungen brauchen 100 Tage. Bekannt ist, dass der Bereich im Gehirn, der mit chronische Schmerzen eng zusammenhängt, nahe dem Stresszentrum ist. Unser Ziel ist die Ermöglichung von Entstressung – durch Informationen, Gespräche, gemeinsame Erlebnisse, Entspannungs- und Achtsamkeits- und Bewegungsübungen, Ernährungsumstellung und ein besseres Verständnis von sich selbst. *Interview: Christian Knuth Vivantes Wenckeback-Klinikum – Tagesklinik für Schmerzmedizin, Tel. 030 130194824, schmerzmedizin. tk-wbk@vivantes.de, www.vivantes.de

Tu, was andere auch tun Es ist deine Entscheidung, mit einer erfolgreichen Behandlung kannst du leben, wie du es willst. Nimm dein Leben in die Hand und erfahre mehr auf NOCHVIELVOR.de 1099/DE/17-08/NPM/1022aa www.nochvielvor.de Eine Initiative von für ein positives Leben mit HIV.

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