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blu Januar/Februar 2020

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20 PARTY INTERVIEW FOTO:

20 PARTY INTERVIEW FOTO: M. HAMANN LCAVALIERO LCAVALIERO von der Tasty Einmal im Monat gibt es dank dieser Party Middle Eastern Beats im SchwuZ. Wir sprachen mit dem Künstlerischen Leiter* des Klubs, der auch die Tasty kreiert hat. Wie würdest du denn die Party einem Klubber beschreiben, der noch nie da war? Die „TASTY“ ist eine Party, die Hip-Hop, Middle Eastern Beats und „Divas Pop“ abfeiert. Wir präsentieren hier auch persische, kurdische, arabische und israelische Popmusik. Die Hosts der Nacht sind Mudi und Prens Emrah, die dann die Show auch auf Türkisch und Arabisch moderieren. Wir wollen geflüchteten Queers aus diesen Sprachräumen ein Zuhause geben und allen anderen queeren Süßkartoffeln zeigen, was für spannende Künstler_innen und super tanzbare Musik es jenseits von Madonna sonst noch gibt. Aber nicht nur das. Mit dem Ratchet-Team präsentieren wir spannende Hip-Hop-Liveacts und DJ-Sets. Die Tasty feiert das alles! Bei Kunstformen wie queerem Bauchtanz oder den Hip-Hop-Liveacts brennt jedes Mal die Hütte. Der Vibe der Party ist der Hammer! Eine solche Party im SchwuZ zu integrieren, lief das immer friedvoll ab? Im Vorfeld gab es wie immer Leute, die gemeckert haben. Es gab aber besonders aus der türkischen und der arabischen queeren Community den starken Wunsch nach genau solch einer Party. Die fragten sich: „Wo ist unser Platz im SchwuZ?“ Und wir wollten diesen Platz schaffen, weil alle Teile der Community sich im SchwuZ zu Hause fühlen sollen! Natürlich gab es dann auch so absurde Vorwürfe wie: „Das ist die Islamisierung des SchwuZ und der Terror wird einkehren“, was natürlich totaler Quatsch ist. Viele von den Besucher_innen oder Künstler_innen der Tasty sind vor dem IS oder vor homo/ trans*phoben Umfeldern geflohen. Für die ist die Party der freiste Raum der Welt und das SchwuZ ihr Zuhause. Es macht mich schon arg stutzig, wenn queere Geflüchtete mit Terror und IS gleichgesetzt werden, muss ich sagen. Vor einigen Jahren standen Rassismusvorwürfe gegen das SchwuZ im Raum. Mittlerweile ist euer Team kulturell sehr vielfältig. Ist das eine Reaktion darauf? Nein, der Wunsch nach einer generellen Öffnung, und zwar in alle queeren Himmelsrichtungen, entstand kurz nach dem Umzug nach Neukölln, also schon Jahre zuvor. Wir sind mittlerweile auch schon viel vielfältiger als noch vor ein paar Jahren, und das wird zum Beispiel bei der Tasty in der Konzeption, im Booking und bei den Gästen sichtbar. Da geht aber immer noch mehr! Wir wollen alle Queerz feiern und zum Kreischen bringen. Wir arbeiten leidenschaftlich daran. Unsere Auseinandersetzung mit dem Rassismus-Vorwurf hat uns eher darin bestärkt, dass unser Weg richtig und wichtig ist, immer weiter daran zu arbeiten und aus dem SchwuZ den queeren Disco-Tempel schlechthin zu machen. Du bist auch DJ, verrate mir doch mal etwas über deine Leidenschaft. Je nach Partykonzept stelle ich die Musik zusammen. Auf dem DIVAS-Pop-Floor bei der Tasty lege ich in der Konzeption des Floors Wert auf Tracks von weiblichen, queeren Künstler_innen und Produzent_innen – Todrick Hall und Freddie Mercury gehören da als Ober-Diven kultürlich dazu. Allgemein spiele ich alles, was den Leuten Spaß macht, mir selbst gefällt und von Künstler_innen kommt, die inhaltlich keinen Mist bauen. Blurred Lines spiele ich zum Beispiel nicht, weil es Rape Culture verherrlicht und Frauen erniedrigt. Ich bin dafür bekannt, dass ich die Jahrzehnte recht wild mische und gerne viel R ’n’ B spiele. Kein Set ohne viel Beyoncé und Rumgezappel meinerseits in der DJ-Booth! FOTO: M. RÄDEL *Interview: Michael Rädel 10.1. und 14.2., Tasty, SchwuZ, Rollbergstr. 26, U Rathaus Neukölln, 23 Uhr

KLUB Das Haus der Schande Den nasskalten Winter kann man wegtanzen, dazu muss man aber die Wohnung, das Bettchen, verlassen. Dann wirst du zum Beispiel donnerstagnachts belohnt mit besten Houseund Elektrobeats, mit ausgewählten Pophits und natürlich mit queerer Klubkultur, wie sie deftiger nicht sein könnte. *rä Immer donnerstags: Chantals House of Shame, Suicide Circus, Revaler Str. 99, S+U Warschauer Straße, 23:15 Uhr PARTY 21 DISCO HORSE MEAT DISCO FOTO: S. RENNT FOTO: M. RÄDEL Im Januar und im März lockt der „Disco Heaven“. Und los geht es! Mit dabei im Januar sind die DJs Luke Howard, Jim Stanton sowie David Elimelech. Die verstehen ihr Handwerk! 2020 ist nun schon das elfte Jahr, in dem diese Nachtkultur- Discokunst-Veranstaltung szeneübergreifend queere Klubkultur der Vergangenheit mit dem discoid-klubbigen Hier und Jetzt verbindet – „Love to Love You, HMD“.*rä 11.1., Horse Meat Disco, Prinzenstr. 85 F, U Moritzplatz, 23:59 Uhr HAPPY NEW YEAR Picture by TOF Paris GAY LIFESTYLE STORE Berlin • Köln • Hamburg • München brunos.de /brunos.de @brunos_de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.