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blu Januar/Februar 2019

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GESUNDHEIT FOTO: ALEX

GESUNDHEIT FOTO: ALEX BOYD / UNSPLASH SCHWERPUNKT DIVERSITY UND GESUNDHEIT Die kommenden 15 Seiten bringen euch auf den neusten Stand in Sachen PrEP und Substanzgebrauch und machen einen Ausflug in die Arbeitswelt. Wie ist es als Transsexuelle in der Bundeswehr? Was tut ein Weltkonzern wie die METRO AG, um queeren Mitarbeitern auch in Russland eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen? INTERVIEW Dr. Darius Chahmoradi Tabatabai hilft gegen die Sucht Die Nutzung von suchtauslösenden Substanzen – besonders bei Männern, die Sex mit Männern haben – ist ein Thema, das aufgrund von gleich zwei gesellschaftliche Tabus oft nur verschämt und versteckt sozusagen „unter der Ladentheke“ behandelt wird. Sexualität und Drogengebrauch sind aber Alltag – und Hilfsangebote, wenn besonders Letzterer zum Problem wird, sind rar. Wir trafen uns mit Dr. Darius Chahmoradi Tabatabai, Chefarzt der Entwöhnungstherapie in der Hartmut-Spittler-Fachklinik im Vivantes Berlin (www.vivantes.de). Herr Dr. Chahmoradi Tabatabai, was machen Sie hier genau? Die stationäre Behandlung von Suchterkrankungen ist in Deutschland in zwei Bereiche aufgeteilt: einmal die Akutbehandlung von Suchterscheinungen im Krankenhaus, finanziert durch die Krankenkassen, und die sogenannte Langzeittherapie, finanziert durch die Rentenversicherung, in Rehabilitationskliniken wie dieser hier. Wir behandeln Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit über 12 bis 15 Wochen je nach Krankheitsschwere und die Abhängigkeit von illegalen Substanzen über bis zu 26 Wochen. So lange dauert eine Entwöhnung? Ja. Die Kerntherapie dauert so lange in stationärer Behandlung. Natürlich gibt es noch Phasen des Übergangs nach Hause oder in Nachsorgeeinrichtungen, die unheimlich wichtige Kooperationspartner sind. Wie hoch ist der Anteil an Männern, die Sex mit Männern haben, und dem Chemsex-Umfeld? Ich habe keine konkreten Zahlen. Wir haben diese Fälle aber. Vor der Zusammenlegung der beiden Kliniken war ich in Spandau tätig, dort gab es sehr wenige Männer, die darüber offen gesprochen haben. Da waren viele Ängste und Scham im Spiel. Das hat sich hier am Standort in Berlin-Schöneberg geändert, was sicherlich auch der Bevölkerungsstruktur zu verdanken ist. Es löst allerdings interessanterweise immer noch Befangenheit aus, über Enhancement, also die Steigerung der sexuellen Aktivität durch Substanzen, zu sprechen. Das macht die Erhebung von Zahlen schwierig. Wie sind Sie in der Szene vernetzt? Wir haben eine Kooperation mit der Schwulenberatung und auch die Möglichkeit, eine Gruppe „Queer und süchtig“ anzubieten. Wir merken allerdings, dass die betroffenen Männer doch eher direkt zur Schwulenberatung gehen, und bekommen von dort die Rückmeldung, dass es immer häufiger Fälle aus dem Chemsex-Umfeld gibt und auch immer häufiger ein Reha- Potenzial erkannt wird. Dieser Schritt ist allerdings nach wie vor schwierig, weil sich die Männer mit dem Thema ein Stück weit isoliert fühlen. Wir haben 2017 mit Gesprächen begonnen und planen hier ein verbessertes Angebot. Gibt es einen Unterschied zwischen der Partydrogen- und der Chemsex- Szene? Die Berliner Partydrogenszene ist – nicht zuletzt durch die große Charité-Befragung – sehr gut beleuchtet. Dieser Substanzgebrauch findet auch in einem öffentlichen Umfeld statt, während die Chemsex-Szene ja häufig privat und etwas versteckt abläuft. Das macht es schwieriger, Zugang zu finden. *Interview: Christian Knuth Das ganze Interview findet ihr auf www.blu.fm! FOTO: VIVANTES

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