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blu Januar 2017

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STADT 6 FOTOS: M. RÄDEL

STADT 6 FOTOS: M. RÄDEL Interview SCHUTZRAUM Erst war es ein kritischer Bericht in der taz. Dann ein Zweiter. Erst war es Leipzig, dann Berlin. Wie gehen linke und queere Klubs und Veranstalter mit Geflüchteten um, wie mit Rassismus und Sexismus? Sind die Probleme gravierend? In Leipzig zeigt sich das linke Veranstaltungszentrum Conne Island enttäuscht von der eigenen Politik, in Berlin steht das SchwuZ in der Kritik von außen. Wir fragten das SchwuZ-Team gut ein Jahr nach dem Beginn des Zuzugs von Kriegsflüchtlingen nach den Erfahrungen und versuchten herauszufinden, warum sich eigentlich ausgerechnet der bemühteste Klub der Stadt Vorwürfen über rassistische DJ-Bookings und Schlagertexte ausgesetzt sieht. WIE LÄUFT ES BEI EUCH IM UMGANG MIT GEFLÜCHTETEN? Wir erkennen sicherlich Parallelen zum Bericht des Conne Island, denn auch wir bringen uns seit Monaten aktiv für den Abbau von Barrieren beim Klubbesuch für Menschen mit Fluchtgeschichte ein – so verschicken wir zum Beispiel Freikarten an die queere Unterkunft in Treptow sowie viele andere politische Projekte, die mit Geflüchteten zusammenarbeiten (MILES, GLADT LesMIgraS u. a.), bieten vergünstigten Eintritt für berlinpass-Inhaber/-innen, haben zwei Soli-Partys mit dem Titel „Refugees Welcome“ organisiert (Oktober 2015 und Mai 2016) und sammeln bei HOT TOPIC & Partysane regelmäßig Spenden für und zusammen mit Geflüchteten. Wir möchten als Zentrum für queere Kultur natürlich den Wünschen und Bedürfnissen aller Besucher/-innen entsprechen – so versuchen wir so oft wie möglich queere DJs und Performer/- innen mit Fluchtgeschichte zu buchen, um so gemeinsam einen inklusiven Raum SchwuZ zum Austauschen und Kennenlernen zu schaffen. WAS KOMMT 2017 IN DIESEM BEREICH? Ab 2017 wird es eine neue Partyreihe mit vornehmlich Middle-Eastern-Popmusik geben, also mit einer Mischung aus unter anderem arabischen, hebräischen, syrischen, ägyptischen Einflüssen. Damit kommen wir einem expliziten Wunsch unserer neuen queeren geflüchteten Stammgäste nach, über die wir uns sehr freuen. Wir arbeiten daran, mehr Mitarbeiter/- innen mit Fluchtgeschichte einzustellen. WIE HABT IHR EUCH AUF DIE NEUEN GÄSTE VORBEREITET? Genau wie das Conne Island haben wir unsere Hausordnung schon sehr früh und inzwischen in insgesamt elf Sprachen übersetzen lassen, etwa auch auf Russisch, Hebräisch oder Farsi. Diese hängt im Klub aus und wird zusätzlich von unserer diskriminierungssensibel ausgebildeten Türcrew per Handverteilung bereits am Einlass an die Besucher/-innen ausgegeben – es gibt also Überschneidungen bei den Strategien, mit dem neuen Publikum in Kontakt zu treten. Zusätzlich beschäftigt das SchwuZ seit diesem Sommer zwei queere geflüchtete Personen als arabische Übersetzer an FÜR ALLE? der Tür, die in Konfliktsituationen bei der Vermittlung helfen und über das SchwuZ als LGBTQI*- Schutzraum aufklären. DAS CONNE ISLAND IN LEIPZIG ERKLÄR- TE SEINE OFFENE POLITIK GEGENÜBER GEFLÜCHTETEN LAUT TAZ FÜR GESCHEI- TERT ... Eine Überforderung mit den neuen Besucher/-innen können wir nicht ausmachen. Das Publikum hat sich teilweise verändert, und sicherlich sind im Zuge dessen auch für das SchwuZ neue oder ungewöhnliche Situationen aufgetreten, etwa der Besuch von größeren Gruppen vermeintlich arabischer und heterosexueller Männer, die klar übergriffiges Verhalten gegenüber weiblichen Besucherinnen gezeigt haben. An dieser Stelle steht für uns nicht im Vordergrund, hier eine Tätergruppe ausfindig machen zu wollen: Diskriminierendes und übergriffiges Verhalten wird im SchwuZ nicht geduldet, ganz egal, von wem dies ausgeht. Um darüber so schnell es geht in den Dialog treten zu können, haben wir die queeren Übersetzer/-innen mit Fluchtgeschichte eingestellt, um eben gegebenenfalls auch mit Menschen sprechen zu können, die aus dem arabischen Raum stammen und deren Deutsch- oder Englischkenntnisse vielleicht noch nicht ausreichen, um gleichberechtigt an einem solchen Gespräch teilzunehmen. •Interview: Christian Knuth www.schwuz.de Das vollständige Interview findest du auf www.blu.fm

Messen AN NEUER STELLE! Die Modenschauen von Greenshowroom und Ethical Fashion Show Berlin ziehen ins EnergieForum. Wir suchen Studienteilnehmer mit HIV-Infektion „Seit mehr als fünf Jahren sind wir mit unseren beiden Messen Greenshowroom und Ethical Fashion Show Berlin während der Berlin Fashion Week aktiv. Die Entwicklungskurve kannte seither nur eine Richtung: nach oben. Zuletzt war der Postbahnhof nahezu ausgebucht. Im Winter 2017 werden wir daher die Ausstellungsflächen auch auf den Club ausdehnen. Zusätzlich gewinnen wir mit dem EnergieForum eine attraktive Catwalk-Location dazu“, sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt zu den Beweggründen des Umzugs. Die neue Location für die beiden Schauen „Salonshow“ und „Ethical Fashion on Stage“ ist zu Fuß in nur drei Minuten vom Postbahnhof zu erreichen. Das Areal an der Spree bietet eine erstklassige Kulisse, um die Highlights der neuen Kollektionen aus dem Greenshowroom und der Ethical Fashion Show Berlin wirkungsvoll in Szene zu setzen. www.greenshowroom.com, www.ethicalfashionshowberlin.com Haben Sie Interesse an einer aktuellen klinischen Studie der Charité Research Organisation unter ärztlicher Leitung teil zunehmen? HIV-STUDIE Für diese Studie suchen wir: Studienteilnehmer mit einer HIV-Infektion im Alter von 18 bis 60 Jahren. Voraussetzung: noch keine HIV-Therapie Für Ihre Teilnahme erhalten Sie eine Aufwandsentschä di gung: Scannen und als Interessent für die Studie registrieren! € 1.500,– FOTOS: YANNIS VLAMOS / MESSE FRANKFURT Nehmen Sie Kontakt auf oder registrieren Sie sich online. Kontakt & Beratung 030.450 539 210 patienten@cro-studien.de www.cro-studien.de Charité Research Organisation

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