Aufrufe
vor 2 Jahren

blu Januar 2017

  • Text
  • Mehringdamm
  • Berlin
  • Musik
  • Berliner
  • Einlass
  • Bkatheater
  • Schwule
  • Kultur
  • Cruising
  • Szene

MUSIK PATRICE Interview

MUSIK PATRICE Interview NIGEL KENNEDY Am 23.12. ist bei Neue Meister „My World“ von Nigel Kennedy erschienen. Wir haben das Interview zur Veröffentlichung. WIE IST „MY WORLD“ ENTSTANDEN? Es ist einfach so passiert, aus dem Augenblick heraus. Ich spiele mit einer fantastischen Band zusammen und ich habe es genossen, die Orchesteranteile von „My World“ zu komponieren – es ist ein sehr vielfältiges Album. Mein ganzes Leben lang habe ich die verschiedensten Musikrichtungen gehört und wahrscheinlich haben die alle zu dieser CD beigetragen. Ich höre alles von Folk über traditionelle jüdische Musik bis hin zu Marvin Gaye und Jazz. Ich glaube, wahrscheinlich hat all die Musik, die ich gerne höre, einen gewissen Einfluss auf das, was ich mache. Wenn ich am Klavier sitze und gute Ideen habe, an die ich mich auch am nächsten Tag noch erinnern kann, dann gebe ich ihnen etwas mehr Struktur. Aber normalerweise beginne ich mit den beiden Komponenten Melodie und Harmonie und überlege mir dann die Orchestrierung: Will ich das Stück für ein Orchester oder ein kleines Ensemble schreiben? Aber alles beginnt bei der Melodie. Ich wollte für „My World“ wirklich eigene Musik komponieren – ich hatte eine Menge Ideen, war aber so beschäftigt damit, auf der ganzen Welt anderer Leute Musik zu spielen. Ich hatte einfach nie die Zeit mich hinzusetzen und meine eigene Musik zu machen. Also traf ich eine bewusste Entscheidung: Ich würde eine Zeit lang damit aufhören, die Musik anderer Leute zu performen, und stattdessen einfach meine eigene schreiben. Man braucht dazu Zeit und Raum. Man kann das nicht, wenn man aus dem Koffer lebt. Zum Beispiel benötige ich ein Klavier, um komponieren zu können. Also habe ich an Orten wie Hotels oft irgendein Keyboard dabei, um loslegen zu können, wenn ich eine Eingebung habe. WARUM KÖNNEN KLASSISCHE MUSIKER OFT NICHT IMPROVISIEREN? WO IST DIE MUSIKALISCHE KREATIVITÄT? Klassische Musiklehrer sind faul. Die bringen jedem Schüler einfach bei, auf die gleiche Art und Weise zu spielen, anstatt die Individualität jedes Schülers zu respektieren. Die Musikschüler sind mehr oder weniger erwachsen, 17 oder 18, und haben alle schon ihre eigenen Persönlichkeiten. Aber die klassische Musikausbildung findet in einem so eng gefassten Rahmen statt, dass sie im Kopf der Studenten keinen Raum erhält, sich zu entfalten. WAS IST DEIN UNVERGESSLICHSTER MOMENT MIT YEHUDI MENUHIN? Wir haben einmal ein ganz schreckliches Konzert gegeben – an die schlechten Konzerte erinnert man sich immer besser als an die guten. Bei den guten denkt man, man hätte es noch etwas besser machen können, aber an die schlechten erinnert man sich immer. Das mit Yehudi Menuhin war ein wirklich besonders schlechtes – er dirigierte wie ein Minischwein und ich konnte ihm wirklich nicht folgen. Hinter der Bühne sagte ich ihm dann: „Sie haben mir diesen Beethoven wirklich versaut, Mann. Dieses Concerto werde ich eine lange Zeit nicht mehr spielen können, so wie sie es durch die Mangel gedreht haben.“ Dann kam meine Mutter in die Garderobe und sagte: „Sir Yehudi, vielen Dank für alles, was sie für meinen Sohn getan haben.“ Und wir sahen uns gegenseitig an und mussten natürlich laut loslachen. (lacht) Das war echt schlecht, das bleibt im Gedächtnis. WELCHE MUSIK IST DEIN HEIMLICHES LASTER? Kylie Minogue und Girls Aloud. Es gibt einen Song von Girls Aloud – ich kann mich jetzt nicht an den Titel erinnern –, den drehe ich immer laut auf, wenn ich meine Jazz-Band dabei habe, weil er denen so auf die Nerven geht. WAS DENKST DU ÜBER DIE EHE FÜR ALLE? Wenn Menschen füreinander einstehen, können sie heiraten. Verheiratet sein ist allerdings kein Zuckerschlecken, ich habe es schon ein paarmal versucht. •Fragen: Sven Schuhmann •Übersetzung: Andreas Müller

Tour CÄTHE KOMMT LIVE Ina Müller sagte über Cäthe, dass die Sympathische die beste Sängerin Deutschlands sei. „Das ist natürlich ein Ritterschlag von Ina, ich kann mich gar nicht oft genug bei ihr bedanken.“. verrät die Poetische geschmeichelt, „Der Auftritt bei „Inas Nacht“ hat mir wirklich geholfen. Ina hat ein sehr unterschiedliches Publikum mit Menschen zwischen 13 und 75, und das spiegelt sich jetzt so ähnlich auch in meinen Konzerten wider.“ Und wie entsteht ihre Musik so? „Ich sitze oft mit der Gitarre auf dem Bett und gucke, was da kommt. Diese Unmittelbarkeit ist mir wichtig. Ich habe jahrelang am Rechner gesessen und viel getüftelt mit den Beats und so, dabei verrennt man sich schnell. Auf dem „Vagabund“-Album bin ich dann wieder zum klassischen Schreiben zurückgekehrt.“ Und das tat ihr gut! Wer Cäthe live erleben will, hat jetzt die Chance dazu, denn sie kommt auf Tournee: Mehr als nur Sauna! Entspannung pur Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 12:00 bis 6:00 Freitag 12:00 bis Montag 6:00 durchgehend Mehringdamm 34 / Berlin Kreuzberg T e l .: 030 - 57707175 Mehringdamm (U6/U7) TOURDATEN 31.1.17 Bremen, Modernes, 01.2.17 Hamburg, Knust, 02.2.17 Bonn, Harmonie, 03.2.17 Potsdam, Waschhaus, 04.2.17 Leipzig, Naumanns, 08.2.17 Braunschweig, Brunsviga, 09.2.17 Münster, Hot Jazz Club, 10.2.17 Hallstadt (Bamberg), Kulturboden, 11.2.17 Kaiserslautern, Kammgarn FOTOS: T. DIRR Specials 31.12. – Silvester 19 Uhr: Docking UnterTage mit großem Sylvester-Buffet 23 Uhr: DJ KITT: Tanzen ins Neue Jahr 1.1.2017 – Neujahr Standardeintritt: 21 € Exklusiv 100 Tickets (Einlass ab 14 Uhr) im Vorverkauf ohne Warteschlange: 26 € VVK im Boiler oder Code 14 Uhr: Docking UnterTage 16 Uhr: DJ Fusion: House, Electro + Minimal www.boiler-berlin.de

Magazine

DU GEWINNST. HCV VERLIERT. KENNE DEINEN STATUS
Abrigo
blu Gesundheit 2017
After-Show-Dinner von und mit Ricardo M.
27. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg • Programmheft
STIGMAfighter im Einsatz gegen Ausgrenzung
hinnerk August 2016
hinnerk Hamburg Juli 2016
hinnerk Bremen/Hannover Juli 2016
gab Juli 2016
blu Juli 2016
blu Mai 2015
Regionalseiten
blu.fm Webseite

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.