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blu Februar 2018

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12 PARTY INTERVIEW Er

12 PARTY INTERVIEW Er ist einer der Macher der Party „Disco Spektrum“ – wir fühlten dem Wahlberliner auf den Zahn. Was genau machst du bei „Disco Spektrum“? Ich baue mit Freunden eine Musikplattform für die Stadt auf. Disco Spektrum ist eine Partyreihe, aber auch mehr. Wir veranstalten regelmäßig Meet-ups, Open Decks und sogar private Musikdinner – einfach alles, um Funk- und Disco-Fans Tag und Nacht persönlich zu vernetzen. Unser Ziel ist es, damit eine zuverlässige und bodenständige Szene für diesen Sound in Berlin zu schaffen: weg von den Rockstar-DJs, hin zu gemeinschaftlicher Klubkultur – und trotzdem professionell. Wir wünschen uns mehr Identifikation und wollen möglichst alle lokalen Macher aus Berlin mit ins Boot holen, die zusammenarbeiten möchten. Es geht also um eine Art Schnittstelle. Die groovigen Musikmenschen in der Stadt brauchen unbedingt einen vertrauensvollen Spielplatz zum Tanzen und Auflegen, und das jenseits von Fame-Theater oder Profilierungsangst. Meine Aufgabe ist dabei hauptsächlich die PR und Organisation. Das heißt, ich netzwerke viel nachts, schreibe Texte oder führe Korrespondenz mit Locations. MARWIN Aber auch beim Booking entscheide ich viel mit: Ich lade verschiedene DJs und Promoter von anderen Partys ein, um möglichst die ganze Bandbreite von Disco, Funk und Boogie abzudecken. Es macht unglaublich Spaß, Brücken zwischen Gruppen zu schlagen. Das gibt mir viel zurück. Was muss ein Track denn haben, damit du ihn auflegst? Im Klub müssen Tracks definitiv tanzbar sein. Sie brauchen meiner Meinung nach einen klar definierten Beat, in jeden Passagen muss etwas passieren und das Klangbild sollte oft relativ dicht sein, zumindest in der Peaktime. Persönlich achte ich sehr auf bouncende und charmante Bässe. Meistens zieht es mich magisch zu lebensbejahenden Melodien und Songs hin. Es muss nicht immer über 125 BPM sein. Wenn die Percussions gut gesetzt sind, kann darunter eine umwerfende Energie entstehen. Und das ist für mich wohl das wichtigste Kriterium: die emotionale Kraft eines Tracks. Welche drei Lieder sind dir besonders wichtig (also deine Klassiker)? Da fällt mir als Erstes sofort „It Should Have Been You“ von Gwen Guthrie ein. Das ist ein besonders feinsinniger Early-80s- Groove, der mit ganz wenig Mitteln sehr viel Wärme schafft und Liebe spendet. Platz zwei ist bei mir „Walk On By“ von D-Train. Diese wehmütigen Lyrics und akzentuierten Streicher bewegen mich einfach und machen mir noch immer Gänsehaut, ganz abgesehen von dieser einzigartigen Stimme. Und natürlich darf „The Traveller Part Two“ von den Haggis Horns nicht fehlen. Was für ein wunderbar malerischer funkiger Disco-Sound! Der Track ist sehr subtil, progressiv und baut einfach super Suspension auf. Perfekt für die ersten Tanzschritte und den Anfang einer aufregenden Party. Worauf freust du dich in 2018? Ich kann die vielen Kooperationen mit anderen Kollektiven kaum erwarten. Da steht einiges an: Future Funk und Afro- Eskapaden zum Beispiel. Besonders freue ich mich auch auf all die neuen lokalen DJs und Musiksammler bei den Open Decks, die unbekannt sind, aber viel Herz haben. Es wird großartig! *Interview: Michael Rädel www.instagram.com/discospektrum

KLUBMUSIK Christian Karlsson und Linus Eklöw sind ... ... Galantis. Das Dance-Duo aus Schweden kommt jetzt nach Deutschland! Ihre Hits wie „Peanut Butter Jelly“ und „Tell Me You Love Me“ räumen auch in der LGBTIQ*-Szene ab – kein Wunder, sind doch beide Sexbomben erfahrene Musiker. Das Producer-Duo setzt sich zusammen aus Christian Karlsson (ein Teil von Bloodshy & Avant und Miike Snow) und Linus Eklöw (Style of Eye). Jetzt im Februar sind Galantis im Rahmen ihrer internationalen „The Aviary Tour“ auch in Deutschland unterwegs und machen am 2.2. in München, am 4.2. in Düsseldorf und am 7.2. in Hamburg musikalische Station. Hingehen und abgehen: Die Schweden gehen steil! *rä FOTO: SANTIAGO FELIPE PARTY 13 FOTO: KATHARINA NÆSS TIPP Revolver Berlin Am 9. Februar wird es wieder wild und bunt im Kitty. Mitten in Berlin-Mitte laden Oliver und Gary Mohns sowie Maria Psycho jeden Monat ein zur „Revolver Party“ – und was Maria Psycho da genau ist, verrät sie am besten selbst: „Animiermädchen! Ich empfange die Gäste, begrüße sie und zaubere ihnen ein Lächeln ins Gesicht!“ Die Frage, woher ihre verrückten Kostüme kommen, beantwortet sie lächelnd: „Die Outfits sind Eigenkreationen, die ich komplett selbst fertige. Ich bin mittlerweile sehr wählerisch beim Material und versuche, meiner Ausrichtung zu klaren Formen und minimalen Accessoires treu zu bleiben.“ *rä 9.2., REVOLVER, KitKatClub, über/im U-Bhf. Heinrich-Heine-Str., 23 Uhr TRAVESTIE #vollaufisland Am 21. November wurde Björk 52 Jahre alt – und entdeckte ihre Sexualität neu. Das inspiriert auch die Szene am Kotti. Oder warum hat Björk sonst bei neuen Bildern eine Vulva auf der Stirn, einen kleinen Penis im Schritt und einen Vogelembryo am Hals? Womöglich verstehe ich da was falsch, aber das ist ja das Schöne bei Björk: Bei ihr gibt es immer wieder was zu entdecken, zu lernen und auch mal zu schmunzeln. Das wird heute im SO36 mit viel Travestie gefeiert! *rä 9.2., BJÖRK, SO36, Oranienstr. 190, U Kottbusser Tor, 23 Uhr DISCO Everybody dance now! Was Martha Wash für C+C einschrie, muss man hier eigentlich keinem sagen. Denn bei der HMD tanzt Mann sofort. Trotzdem passt Martha Wash als Thema ganz gut, denn sie sang bei zahlreichen Disco- und House-Hymnen – die hier zu hören sind! „Everybody Everybody“ von Black Box zum Beispiel oder „Stars“ von und mit Sylvester. Die DJs spielen aber auch immer wieder und sehr gerne Rares aus dem Disco-Vocal-House-Segment. Die Tonmischer der Nacht sind Luke Howard (Horse Meat Disco), James Hillard (Horse Meat Disco) sowie Brian Not Brian (Going Good). Uuuund der Flyer macht ja eh Lust zu kommen, oder? *rä 10.2., Horse Meat Disco, Bauakademie, Schinkelplatz 1, U/S Alexanderplatz, 23:55 Uhr

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