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blu Dezember 2017

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KUNST INTERVIEW TOBIAS

KUNST INTERVIEW TOBIAS ECKE Seine Porträts und Skizzen begeistern ebenso wie seine Malerei. Der gebürtige Merseburger lebt seit etwas über fünf Jahren in Berlin, hier studierte Tobias Ecke an der Berliner Technischen Kunsthochschule. Wir trafen ihn in der queeren Klubwelt der Hauptstadt. Worauf legst du wert bei einem Bild? Dass es einen Inhalt hat. Es geht mir bei meiner Kunst nicht nur um die Ästhetik, meine Kunst muss eine Aussage transportieren. Welche Techniken verwendest du besonders gerne? Gerade bevorzuge ich Tusche und Gouache, das ist eine Mischung aus Acryl- und Aquarellfarbe. Für ein Bild brauche ich dann mindestens sechs oder sieben Stunden ... Und manchmal dauert es auch einige Tage, wenn ich merke: Es ist noch nicht fertig. Hat sich deine Kunst durch den Umzug nach Berlin verändert? Ich würde sagen, durch den Umzug ist meine Kunst erst zum Tragen gekommen. Berlin gibt mir den Input, den ich in Merseburg einfach nicht hatte. (grinst) Mich inspiriert die Klubwelt, all das Androgyne, das Oberflächliche ... Oft setze ich mich nach einer langen Klubnacht hin und male. So richtig durchgefeiert macht das Malen erst richtig Spaß! Du hast mitgemacht bei der Ausstellung #WE ARE PART OF CULTURE – wie kam das zustande? Meine Sexualität beeinflusst meine Kunst insofern, dass ich durch die Szene inspiriert werde. Eine meiner größten Inspirationen war zudem Francis Bacon, einer der eher weniger bekannten Künstler, die sich in den Surrealismus einordnen lassen. Er selbst war homosexuell, und ich denke, er hatte damals ähnliche Gedanken wie ich. *Interview: Michael Rädel tobiasecke.myportfolio.com www.warpoc.de

AUSSTELLUNG #Klappen Der Pariser Fotograf Marc Martin widmet sich einem umstrittenen, aber für das Entstehen der Szene einst sehr wichtigen Thema: den Klappen. Fast überall in der – übrigens nicht nur westlichen – Welt treffen sich Männer an und in öffentlichen Bedürfnisanstalten. Keinesfalls immer zum Zweck des sexuellen Akts, das „Risiko“, die Chance hier angesprochen zu werden, ist aber immer noch recht hoch, auch heute, wo das Cruising sich doch eigentlich ins Internet und damit aufs Mobiltelefon verlagert hat. Ähnlich wie das Cruising im Park ist die Sexsuche in diesen Bedürfnisanstalten ein Phänomen, das so lange bestehen wird, wie es Männer gibt. Hier kann der ungeoutete Familienvater schnell an das kommen, was er in seinem Alltag so schmerzlich vermisst. Und hier können all die Jungs ein paar Euro erstehen, die sonst denken, sie hätten keine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Marc Martin zeigt in seiner Ausstellung „Fenster zum Klo – Public Toilets & Private Affairs“, die vom 16. November 2017 bis zum 5. Februar 2018 läuft, die Bilder dazu. Graffitis, rassistische Sprüche voller Verlangen, Schmierereien voller Sehnsucht – nicht nur nach Sperma und Analverkehr. Eine provokante Ausstellung ganz ohne erhobenen Zeigefinger, nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein Blick auf die Entwicklung der Gesellschaft, gepaart mit der Dichtung von Feingeistern wie Rimbaud. *rä www.schwulesmuseum.de FOTOS: MARC MARTIN

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