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blu August 2017

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8 BÜHNE INTERVIEW

8 BÜHNE INTERVIEW DANIEL HELLMANN FOTO: PATRICK METTRAUX Daniel Hellmann (32) wusste seit seinem ersten Besuch, dass er nach Berlin gehört. Seit 2012 lebt der Performancekünstler in der Hauptstadt und lässt sich von ihr energetisieren. Zuletzt spielte er zum Queer Weekend im Studio Я des Maxim Gorki Theaters. In deiner letzten Inszenierung „Traumboy“ gabst du den Sexarbeiter, der von seinem Alltag erzählt ... Ich bin in meinem Leben für verschiedenste Tätigkeiten bezahlt worden. Einige davon haben mir Spaß gemacht, andere haben mich gelangweilt, aber allzu konstant ist das bei mir nicht. Im Moment erlaubt mir die Performance-Kunst, an spannenden Themen zu arbeiten und damit auch Geld zu verdienen. Spannend wie dein Projekt „spray and lick“, für das du Menschen aufgefordert hast, dich öffentlich zu lecken? Diese Performance entstand ursprünglich zur Spielzeit-Eröffnung vom Tanzhaus Zürich. Ich wollte das anwesende, weitgehend aus Künstler/innen und Kulturfunktionär/innen bestehende Publikum herausfordern. Nähe und Distanz, Intimität und Lust an der Begegnung sind für mich wichtige Themen, und es macht mir Spaß, vermeintlich bestehende Grenzen zu verrücken und von den teilnehmenden Menschen überrascht zu werden. Ich bin immer wieder verblüfft darüber, wie unterschiedlich Menschen sind, auch wie unterschiedlich ihre Grenzen sind. All deine Arbeiten scheint das Spiel mit den Körpern und unserem Innersten zu verbinden. Was ist der Körper für dich? Ich versuche, meinen Körper eher als Freund zu verstehen, nicht als Maschine. Er ist mein Wohnort, mein Ratgeber, mein Tempel, mein Instrument. Er ermöglicht mir intensive Erfahrungen und Gefühle. Und er ermöglicht mir, mit der Welt in Beziehung zu treten. Auch in „Requiem for a piece of meat“ geht es um Körper – Tierkörper. Bist du Veganer? Ich bin im Laufe der Recherche für das Stück zum Veganer geworden. Das war so nicht geplant, aber je mehr ich über die Produktionsweisen von tierischen Produkten gelernt habe, desto weniger konnte ich deren Konsum mit meinen Werten vereinbaren. Ich bin gegen Gewalt, gegen Ausbeutung, gegen Unterdrückung. Und wenn ich zu diesen Werten stehen will, dann kann ich auch keine zerstückelten Tierkörper mehr essen und keinen Cappuccino mehr schlürfen, nur weil ich den Geschmack mag. *Interview: Dennis Stephan www.gorki.de Savignyplatz 07-08 | 10623 Berlin 030-318.64.711 | www.habitare.de Mo. bis Fr. 11 - 19 Uhr | Sa. 10 - 18 Uhr 10% auf alle Vollholzmöbel der Firma Vitamin Design bei Vorlage dieser Anzeige. Citius 913,-/884,- * 180 x 90 x 75cm, in Eiche Verso 2.928,-/2.635,- * z.B. 160 x 90 x 75 cm in Kirsche, ausziehbar

BLU LIEBT 9 INTERVIEW KEVIN BRIAN SMITH Mit dem Singlehit „Du trägst keine Liebe in dir“ schaffte es Kevin bis auf Platz 12 der deutschen Charts – als Teil des Trios Chris Avedon & Kevin Neon feat. Kevin Brian Smith. Gerade steht der Sänger mit international gefeierten Größen im Studio, es geht also bald wieder richtig ab. Ein guter Zeitpunkt, um nachzufragen, was sich so tut. Wo lebst du in Berlin? In Charlottenburg in einer WG mit meinem besten Freund zusammen auf 220 Quadratmetern. (grinst) Das ist echt groß. Die Wohnung haben wir zu sehr günstigen Konditionen bekommen. Ein absolutes Schnäppchen! Wir haben hier ein Musikzimmer, Ankleidezimmer, Wohnzimmer, Gästezimmer. „Musik gibt mir sehr, sehr viel“ Stichwort Musikzimmer: Du machst dann viel Musik zu Hause? Ja, ich selbst arbeite an zwei Projekten, trainiere jeden Tag meine Stimme, schreibe Lieder, sitze viel am Klavier. Ich versuche, mich immer weiterzuentwickeln. Hat dir denn deine DSDS-Teilnahme etwas gebracht? Ja, auf jeden Fall. Ich war dabei und bin dann selbst gegangen, also ich bin nicht rausgeflogen. (lacht) Es ist viel passiert, ich habe seitdem viele Auftritte gehabt, es gab mir schon einen Schub. Und natürlich der Charthit, das ist schön. Woran erinnerst du dich gerne? Die wundervollen Zeiten letztes Jahr mit meinen Fans, die mich seither unterstützen, Fanbriefe schreiben, Bilder malen und sich darüber freuen, wenn ich ihnen eine Sprachnachricht schicke. Musikalisch war das Phantasialand eine wundervolle Erfahrung für mich. Magst du Freizeitparks? Ich war viele Jahre nicht in solchen Parks, weil ich einfach zu dick war für die Attraktionen. Jetzt bin ich etwas schlanker und kann auch dort wieder Spaß haben. Warum hast du so abgenommen? Ich war ja im Bäckereifachwerk, da gehörte Probieren dazu. All die Zuckerschnecken ... (lacht) Jetzt arbeite ich dort nicht mehr und ernähre mich gesünder. Ich liebe es, Frisches zu kochen – und es läuft. Wo siehst du dich in zehn Jahren? Ich will einen Echo gewinnen! Na, zumindest will ich weiter das machen, was ich liebe: Musik. Neben der Familie und meinen Freunden meine größte Stütze im Leben. *Interview: Michael Rädel FOTO: HEIKE RU *Abholpreise ohne Dekoration Ambio 1.370,-/1.233,- * z.B. Ø 90 x 75cm in geweißter Eiche Ambio 3.181,- /2.863,- * z.B. 200 x 80 x 46cm in Astnussbaum W O H N E N + W O H N E N G M B H

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