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hinnerk September 2017

BUCH Jordan Mejias zeigt

BUCH Jordan Mejias zeigt alles. Der New Yorker Künstler mit puerto-ricanischen Wurzeln malt das, was Mann gerne sieht, aber so kunstvoll wie geschmeidig umgesetzt. TIPP #homoerotisch TIPP Erzähl mir von Deutschland, Soumar Der 1980 geborene Autor Florian Schmitz lebt in Thessaloniki und Berlin – zwei gute Orte, um über Deutschland nachzudenken. Näher gebracht hat ihm seine Heimat aber ein syrischer Flüchtling, und darüber schreibt Schmitz in dem Buch „Erzähl mir von Deutschland, Soumar“. Seine Einflüsse sind vielfältig: „Caravaggio, Egon Schiele und Robert Mapplethorpe“, um nur ein paar der Künstler, die ihn inspirieren, zu nennen. Seine größten Einflüsse sind aber Bob Mizer und Michelangelo. „Du willst eine Formel über mich? Hm, versuche mal das: Michelangelo + Mizer = Mejias“, verrät er im Chat. Seine Kunst gibt es jetzt auch in Buchform: In „Jordan Mejias: Of Art and Men“ gibt es auf 128 Seiten (Hardcover, 27 x 21 cm) stolze 72 Kunstdrucke. Groß! *rä Mehr Infos bekommst du hier: jordanmejias.com, jordanmejiasshop.com, instagram.com/beachbum437 „Ich beschreibe darin, wie die Freundschaft mit einem syrischen Flüchtling, der in Bremen lebt, mich dazu gebracht hat, mein Deutschlandbild und mein ‚Linkssein‘ kritisch zu hinterfragen“, verrät er. Auch das Spannungsfeld Homosexualität wird in dem Buch angesprochen, schließlich ist das Verhalten einiger neu nach Deutschland Gekommener in Sachen Szene durchaus eine Baustelle. „Ich habe ihn insgesamt sieben Mal in Bremen besucht, wo er mich quasi in die Stadt integriert hat. Zu Beginn musste ich mich auch mit meinen eigenen Klischees beschäftigen. Wird er mich aufgrund meiner Sexualität akzeptieren? Wir hatten uns auf einer Fähre in Griechenland kennengelernt, als er auf der Flucht war. Bei meinem ersten Besuch in Bremen habe ich mich dann geoutet und es war gar kein Problem. Auch bin ich einem syrischen Flüchtling begegnet, der bei einem lesbischen Ehepaar zur Untermiete wohnt. Der Fokus des Buches aber liegt nicht auf meinem Schwulsein, etwas, das mir auch in Griechenland das Leben nicht immer nur leichter macht. In meinem Buch geht es um die Begegnung an sich und wie sie mein Weltbild beeinflusst hat. Es geht darum, dass ich mich erst vor Gefahren schützen kann, wenn ich meine Positionen kritisch hinterfrage und meine eigenen Klischees überwinde.“ *rä www.m-vg.de Der 1992 geborene Autor Édouard Louis rekonstruiert in seinem Roman „Im Herzen der Gewalt“ die Geschehnisse einer dramatischen Nacht, die er mit einem jungen Immigranten in Paris verbrachte. „Ich begegnete Reda an einem Weihnachtsabend in Paris, auf dem Heimweg von einem Abendessen mit Freunden, gegen vier Uhr früh. [...] Wir verbrachten die restliche Nacht miteinander, unterhielten uns, lachten. TIPP Édouard Louis Gegen sechs Uhr morgens zog er eine Waffe und sagte, er werde mich töten.“ Eine packende Geschichte, die nicht erst durch die Flüchtlingskrise beklemmende Aktualität hat. Rassismus ist so allgegenwärtig wie eh und je. Das Buch des 2014 mit dem „Pierre Guénin-Preis gegen Homophobie“ ausgezeichneten Autors erzählt von Rassismus, Gewalt und schwulem Begehren, macht erfahrbar, wie es so ist, anders zu sein. Sollte man lesen. *rä FOTO: JÉRÔME BONNET / MODDS

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